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Foto: R.Backenköhler

Am Himmelfahrtstag findet um 10.00 Uhr in der Elisabeth-Kirche ein Gottesdienst mit Pastorin Birte Wielage statt. Die musikalische Gestaltung übernimmt Ralf Mühlbrandt. Wer teilnehmen möchte, wird gebeten, sich am Dienstag oder Mittwoch zwischen 9 und 12 Uhr telefonisch im Kirchenbüro anzumelden, Tel. 923192. Außerhalb dieser Zeiten ist die Anmeldung bei Pastorin Wielage möglich, Tel. 9846501. Auf diese Weise werden die coronabedingten Auflagen eingehalten. "Das hat an den letzten beiden Sonntagen alles gut funktioniert, die Leute hatten großes Verständnis und auch an ihre Gesichtsmasken gedacht", so Pastorin Wielage.

Foto: A. Kipry

 Außerdem geht die Kirchengemeinde am   Himmelfahrtstag weiterhin "On-Leine", das   heißt, sie hängt Wächeleinen vor ihre Häuser   und Versammlungsorte. Bisher geschah das   schon mit großem Erfolg beim Martin-   Luther-Gemeindehaus, Waldstraße 31, bei   der Kindertagesstätte 'Große Regenbogeninsel', Am Schießstand 6, mit besonderen Angeboten für Kinder, und vor der Pastorei, Vielstedter Straße 48. Wäscheleinen zum 'Pflücken' werden nun auch vor die Diakonie-Sozialstation, Parkstraße 52, und die St. Elisabeth-Kirche, Kirchstraße 2-4, gehängt

Bei einem Spaziergang oder einer Radtour können kleine Überraschungen mitgenommen werden: Die schon bekannten 'Worte zum Mitnehmen' werden dort zu finden sein, kleine Bibelhefte für Kinder, Ideen und Texte.

Anmelden können sich Gemeindeglieder jetzt auch schon für den Gottesdienst am kommenden Sonntag, den 24. Mai. Dann wird um 15 Uhr wieder ein Gottesdienst im Martin-Luther-Gemeindehaus stattfinden. Allen Freunden von 'Oma Meyer' kann versprochen werden: Sie ist wieder da und wird mit ihren Geschichten und Erlebnissen die Predigt von Pastor Reiner Backenköhler unterstützen. Auch im Gemeindehaus nehmen alle Rücksicht und begegnen sich mit Abstand. Oma Meyer empfiehlt, "bis zum Sitzplatz Maske tragen", wer sitzt, darf sie absetzen. Anmeldung für diesen Gottesdienst ist im Kirchenbüro zu den Öffnungszeiten noch bis Freitagmittag, 12 Uhr, möglich.

Die Evangelische Jugend Oldenburg macht in den kommenden Tagen digitale Angebote für Konfis und alle Jugendlichen.

Den Start macht der Jugendgottesdienst "Alex 18:30" aus Wildeshausen. Es geht um das Thema "Glückspilz!"

Freitag, 15. Mai - 18.30 Uhr - bei Youtube Alex 18:30

Am Sonntag ist live das Musiktheater "Dornröschen" zu sehen. Klingt als wär das nur ein Märchen für Kinder - ist es aber nicht!

Sonntag, 17. Mai - 19.00 Uhr, Musiktheater "Dornröschen" mit dem Duo Twinkle bei Youtube

Auch zu Himmelfahrt am nächsten Donnerstag gibt es ein Angebot. Guckt euch einfach mal an, wohin die Reise geht!

Donnerstag, 21. Mai Himmelfahrt - 18.30 Uhr  Jugendgottesdienst "goto-digital" mit interaktiver Reise

Am Sonntagnachmittag feiert unsere Kirchengemeinde um 15.00 Uhr eine halbstündige Andacht in der St.-Elisabeth-Kirche. Sie wird gestaltet von Pastorin Birte Wielage. Mila und Alexander Potiyenko bereichern sie mit ihrer Musik. Wichtig: Wir bitten um telefonische Anmeldung im Kirchenbüro, entweder am Donnerstag zwischen 15.00 und 18.00 Uhr oder am Freitag zwischen 9.00 und 12.00 Uhr, Telefon 923192. Alle Besucher*innen möchten bitte auch eine eigene Gesichtsmaske mitbringen. Nur so können wir die Auflagen einhalten. Es ist ausreichend Platz vorhanden für die Einhaltung der Abstandsregel und auf die Hygienevorschriften wird geachtet. Die Teilnahme ist also ohne Sorge vor Ansteckung möglich. Die Andacht soll Hoffnung und Ermutigung für den Alltag geben. Herzlich willkommen!

Heute, am 10. Mai, bot die Kirchengemeinde zwei halbstündige Andachten in der St. Elisbaeth-Kirche an: Um 15 Uhr und um 16 Uhr. Die Gottesdienste wurden gestaltet von Pastorin Birte Wielage und Pastor Reiner Backenköhler, den Musikern Mila und Alexander Potiyenko und Mitgliedern des Kirchenrates.

Für alle diejenigen, die nicht kommen konnten, wurden die Ansprachen der Pastoren aufgezeichnet und können hier auf der Homepage oder auf dem YouTube-Kanal der Kirchengemeinde zu sehen sein.

Andacht mit Pastorin Birte Wielage, 10.Mai 15.00

 

Andacht mit Pastor Reiner Backenköhler, 10. Mai 16.00

 

Und hier kommen natürlich auch die Geschichten für Kinder: Gott sieht das Herz an

 

 

 

Bunt

In meiner Jugend hat eine Deutsche Schnellrestaurantkette mit dem Slogan geworben: „Bunt ist unsere Lieblingsfarbe. Lecker unser Essen.“ Am zweiten Teil hatte ich durchaus Zweifel, auch wenn mir die Kette als Familienunternehmen mit Sitz im Emsland deutlich sympathischer ist als die ganz Großen. Aber ich dachte so in etwa: „Stimmt! Bunt ist eigentlich auch ne Farbe.“ Nur selten kann man das ehrlicherweise von Werbung behaupten, weil sie meistens nervt oder einen gar nicht anspricht und Schlimmeres. Aber die gefällt mir bis heute.

Jetzt ist Bunt gleichzeitig alles und nichts. Den Regenbogen bei was auch immer abbilden, bedeutet vielleicht, sich nicht festlegen können. Oder: Ist Bunt nicht irgendwie unersättlich? Weil es aussagt: „Ich will alles!“? Diese Art von Küchenpsychologie möchte ich allerdings nur pflichtschuldig streifen. Damit nicht der Eindruck hängen bleibt, als würde ich vollkommen einseitig und unreflektiert so gerne bunt mögen.

Dabei ist es so. Ich kann sagen: Bunt macht mir Freude. Ich fand es toll, dass in den Neunzigern der Wolfsburger Autokonzern auf die Idee gekommen ist, einen bunten Polo (Modell „Harlekin“) auf den Markt zu bringen. Ich frage mich bis heute, warum Küchengeräte dauerhaft die „weiße Ware“ sind und man sich nicht schon lange ganz selbstverständlich für gelbe Waschmaschinen und grüne Trockner entscheiden kann. Selbst habe ich keinen – viel zu oft beißt sich bei mir Bunt mit vermeintlichem „Seriös“ – aber wenn ich bei Schietwetter regenbogenfarbige Regenschirme sehe, finde ich es gleich weniger nass draußen. Auch Eis schmeckt echt noch besser, wenn bunte Streusel drauf sind!

In allem, was bunt ist, liegt Fröhlichkeit. Außerdem ist Bunt ein Statement. So wie es eine Aussage sein kann, wenn jemand nicht aus Trauer, sondern aus tiefer Überzeugung Schwarz trägt. So hat es Countrylegende Johnny Cash gemacht (1932-2003), der seit Anfang der 70er Jahre nur noch Schwarz trug und seine Haltung im Song „Man in Black“ plausibel gemacht hat.

Zum Thema „Bunt“ gibt wieder keine Aussage in der Bibel, die weiterhilft. Wieder fällt mir aus christlicher Perspektive dazu nicht mehr als der Verweis auf Gott, unseren Schöpfer. Dabei liegt im Farbenfrohen soviel Gutes. Wenn wir wahrnehmen, wie bunt die Welt ist und mindestens einer Person von unserer Freude darüber erzählen; wenn wir gemalte Regenbögen in die Fenster hängen; wenn wir uns hin und wieder trauen, als Paradiesvogel in Erscheinung zu treten: Dann sind Lebensfreude, Fröhlichkeit und Hoffnung hoffentlich ansteckend für alle, deren Gedanken grau und deren Gefühle traurigblau sind.

Ihre Pastorin Birte Wielage

 

 

 

 

Nun haben Bund und Länder erste Lockerungen für das gottesdienstliche Leben beschlossen. Der Krisenstab der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg hat in Eckpunkten festgelegt, wie in diesen besonderen Zeiten Gottesdienste möglich sein können. Und die Kirchengemeinde geht diese ersten Schritte mit.

Darum wird es am kommenden Sonntag ein erstes gottesdienstliches Angebot geben. Wir können nicht einfach fortsetzen, was vor der Pandemie möglich war. Die Gottesdienste werden anders sein, noch mit Beschränkungen. Aber hier zeigt sich, dass Kirche wandelbar ist und immer einen Weg zur Lebendigkeit sucht.

Andacht St. Elisabeth-Kirche

Andacht St. Elisabeth-Kirche

 

 

Blau

Es gibt viele Dinge und Gedanken, die mich in diesen Zeiten faszinieren. Eins ist: Nichts ist mehr selbstverständlich. Damit meine ich nicht so einen Satz wie: „Gesund sein ist doch am Wichtigsten“, vielleicht sogar geseufzt. Ich meine auch nicht die Tatsache, dass in Deutschland die ganze Infrastruktur mit Müllabfuhr, Strom und Lebensmitteln funktioniert. Ich denke an die unzähligen Entdeckungen, von wieviel Schönheit wir eigentlich umgeben sind. Außerdem an die Erkenntnis, dass diese Schönheit immer schon da war, wir dafür aber den Blick verloren hatten. Nun gehöre ich nicht zu den Menschen mit „grünem Daumen“ und habe keine Ahnung vom Gärtnern. Wer seinen Garten hegt und pflegt, staunt wahrscheinlich in jedem Jahr und zu jeder Jahreszeit über die Farbenpracht, die die Natur hervorbringt. Aber wer zu Hause sitzt und nicht nach draußen soll, kennt irgendwann das Muster von Teppich und Tapete besser als das Aussehen der Bäume in der eigenen Straße. Darum soll es um Farben gehen.

Würde mich jemand fragen, welche Farben fröhlich stimmen, würde ich vermutlich sonnengelb, knallpink und leuchtendes Orange aufzählen. Maigrün noch. Genau deswegen breche ich jetzt eine Lanze für Blau. Denn Blau ist eigentlich die Farbe der Traurigkeit. Wer traurig ist, hat auch den „Blues“. Der Maler Picasso malte in seiner „Blauen Periode“ traurig-melancholische Bilder. Dabei ist Blau soviel mehr!

Kornblumenblau kann so wunderschön leuchten. Ein Blick durch den nachtblauen Teil eines Kirchenfensters vermittelt nicht Kühle, sondern Geborgenheit. Wer hätte je die verschiedenen Schattierungen von Himmelblau gezählt? Wie schön, wenn der Himmel mit Wolken so verziert ist wie ein Kuchen mit Sahne. Wasser ist natürlich nur blau, weil sich der Himmel darin spiegelt. Aber wie sehr verliert die Tiefe des Meeres an Bedrohlichkeit, wenn die Sonne dem Blau unzählige Diamanten aufsetzt! Für alle, die sich auf ihren Urlaub gefreut haben, wird Blau in diesem Jahr vielleicht zur Farbe der Sehnsucht. Dass Fototapeten längst nicht mehr modern sind, halte ich für einen Gewinn. Aber warum die eigenen Wohlfühlecken im Haus oder im Garten nicht mit Urlaubsblau verschönern?

In der Bibel wird die Farbe Blau nur an einer Stelle genannt. Damit wird Bekleidung beschrieben (Ester 8,15). Aber das macht nichts. Denn es ist auch ohne Erwähnung Gottes Phantasie zu verdanken, dass wir nicht schwarz-weiß leben müssen.

Eine kleine Übung könnte sein: Jeden Tag drei Lieblingsfarben überlegen. An was erinnern sie mich? Hat die Farbe einen Geschmack? Ist es die Farbe eines Kleidungsstücks von dem ich mich nicht trennen konnte? Was sind Ihre liebsten Farben?

Einen knallblauen Himmel und einen bunten Alltag wünscht Ihre Pastorin Birte Wielage

Eine Andacht von Pastorin Birte Wielage wird auf dem YouTube-Kanal der Kirchengemeinde zu sehen sein. Es geht um das Thema des Sonntags, "Jubilate", das heißt "jubelt, freuet euch". Musikalisch gestaltet wird die Andacht durch das Musikerehepaar Mila und Alexander Potiyenko, Klavier und Trompete.

 

Am Sonntag wird wird wieder die Elisabeth-Kirche geöffnet sein, von 14 bis 16 Uhr. Unter Einhaltung des Abstandsgebot können Gemeindeglieder die Kirche betreten. Während dieser Zeit wird Pastor Reiner Backenköhler anwesend sein und steht auch für Gespräche auf Abstand bereit.

An diesem Sonntag wird es beim Martin-Luther-Gemeindehaus auch wieder besonderes 'Online' bzw. 'On-Leine-Angebot' geben. An der Leine werden wieder Worte zum Mitnehmen und andere kleine Dinge für Spaziergänger bereit hängen.

 

Zwei Finger (Für meinen Bruder)

Es war einmal ein kleiner Junge. Er war ein lieber Kerl, aber wie alle kleinen Jungs hatte er manchmal Flausen im Kopf. Manchmal probierte er Sachen aus und hoffte, dass es keiner merkt. Kleine Jungs wissen eben noch nicht so genau, was die Erwachsenen alles mitbekommen. Und seine Mutter. Die konnte, je nachdem, manchmal ziemlich sauer werden. Normalerweise redete sie ihn dann mit seinem Vornamen und seinem Nachnamen an. Dann war es ernst.

Eines Tages hatte er den Bogen wohl überspannt. Diesmal reichte das mit dem Nachnamen nicht. Diesmal sollte er doch mal lieber kurz vor die Tür gehen. Er wehrte sich nicht dagegen. Er wusste genau, wann die Stunde geschlagen hat und das nichts mehr nützt. Also schlich er sich vor die Tür. Und wartete.

Was macht ein Vier- oder Fünfjähriger, der noch nicht von einer „gerechten Strafe“ sprechen würde, der aber merkt, dass Mama Recht hat? Wahrscheinlich stellt er sich vor, dass sie jetzt ganz traurig ist. Das will er nicht. Er will, dass alles wieder gut ist. Dazu muss er irgendwie wieder rein. Aber wenn Mama dann immer noch böse auf ihn ist? Und er doch noch nicht reinkommen darf? Da hat er eine Idee. Er würde ausprobieren, wie es ist, wenn er noch nicht ganz reinkommt. Sondern nur ein bisschen.

Die Tür steht einen Spalt offen. Er nimmt etwas Mut zusammen. Dann nimmt er zwei Finger. Er steckt sie durch die Tür, so, als wollte er mit den Fingerspitzen mal fühlen, wie die Luft da drinnen ist. Er sagt, nicht zu laut und nicht zu leise, etwas fragend: „Zwei Finger kommen.“ Und wartet ab.

Aber nur einen kleinen, atemlosen Moment. Denn natürlich darf er wieder reinkommen. Natürlich ist alles wieder gut. Dieses Friedensangebot ist unwiderstehlich.

Es ist nicht willkürliche Strenge, sondern Liebe, wenn Eltern ihren Kindern Grenzen aufzeigen. Es braucht das ganze Einfühlungsvermögen und die ganze Kreativität eines kleinen Jungen, der seine Mutter liebt, um sich so eine rührende Geste auszudenken.

Wäre das nicht schön, wenn diese Zwei-Finger-Diplomatie auch auf internationalem Parkett funktionieren würde? Ich stelle mir vor, dass Staatschefs erst einmal mit Fingerspitzengefühl testen, wie die Luft ist, ehe sie den Militärapparat in Gang setzen. Dass einer zwei Finger ausstreckt und der andere die ganze Hand zum versöhnenden Handschlag nimmt.

Das bleibt wohl ein schöner Traum. Dazu bleibt die Feststellung, dass kleine Jungs die klügeren Politiker sind.

Ihre Pastorin Birte Wielage

P.S.: Der kleine Junge hatte mit den zwei Fingern dann übrigens noch öfters Erfolg.

Gott macht Pause

Es läuft doch Vieles auf den Anfang hinaus. Wenn wir uns in einer Sache unsicher sind, dann hilft manchmal der Blick darauf, wie alles begann. Gab es vielleicht schon ganz früh so ein komisches Bauchgefühl? Manchmal kann das auch rückblickend noch ein Wegweiser sein. Oder ist umgekehrt etwas in eine Schieflage geraten, obwohl alles gut begonnen hat? Dann ist Aufgeben vielleicht gar nicht nötig.

Unser Blick fällt heute noch einmal auf die Geschichte, mit der alles begann. Dieses Mal ist es weniger eine Geste, sondern eine Grundeinstellung. Es geht um die Grundeinstellung Gottes zu dem, was er selbst im größten denkbaren Akt an Kreativität getan hat

In der ersten Geschichte der Bibel wird berichtet, dass Gott in nur sechs Tagen die ganze Welt erschaffen hat. Dieser Schöpfungsbericht steht noch nicht einmal im Widerspruch zu den Naturwissenschaften. Er bringt aus der Sicht des Glaubens alles nur anders auf den Punkt. Ich will auf den siebten Tag hinaus: „Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte.“ (1. Mose 2,2). Gott macht Pause. Sollte ihm etwa die Puste ausgegangen sein? Ihm, der vermutlich auch einfach drei Welten oder hundert hätte erschaffen können, wenn ihm danach gewesen wäre? Nein, er hält Maß. Er scheint eigene Grenzen zu kennen. Das Ausruhen ist ihm so wichtig, dass er diesen Ruhetag sogar segnet und heiligt.

Dieser Tag ist ihm so heilig, dass er ihn auch den Menschen zugesteht, sogar gebietet! Das dritte Gebot wird mit dieser Pause begründet: „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun [...] Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage.“ (2. Mose 20,8-11) Gott ruht nicht nur aus, er lässt auch ausruhen.

Nun ist im Augenblick so Vieles unfreiwillig zur Ruhe gekommen. Für Manche ist der verordnete Stillstand bedrohlich, weil mit dem Gehalt die Lebensgrundlage wegbricht. Dennoch glaube ich, dass auch jetzt, wie sonst auch, die Pause ein Dienst der Liebe ist. Pause machen bedeutet Selbstachtung und das Eingeständnis, nicht ununterbrochen funktionieren zu können. Ein Tag in der Woche soll erkennbar anders sein als die anderen sechs. Ich mache Pause von mir selbst und meinem Handeln. Damit gönne ich auch den Anderen eine Pause von meiner Aktivität. Das ist auch jetzt ein guter Rat.

Normalerweise ist es das Wesen der Pause, dass sie unauffällig ist – wenn sie denn mit Nichtstun gefüllt ist. Aber wie so oft ist im Unauffälligen etwas Großes verborgen. In diesem Fall die Achtung vor mir selbst und den Menschen um mich herum.

Einen schönen 1. Mai wünscht Ihre Pastorin Birte Wielage